Das Tagebuch von Anton vom Fuße des Westerwaldes

  Hilfe! Auto! Neues Auto? Wald ist besser! Sch�n k�hl heute Ist da was? Hast Du was gesagt? Wieder daheim Brrrr! Kaltes Wasser! Fertig??? Advent... ...feiert man... ...am allerbesten... ...auf dem Teppich!

<<<... Da drehen die Menschen einfach durch, nur weil noch vor Ende des Novembers ein paar Zentimeter Schnee vom Himmel fallen. Ich dachte ja schon, mein Rudel spinnt auch, denn kaum war der Schnee auf der Fahrbahn, fuhren sie in ein Autohaus und haben sich ein neues Auto angeguckt. Erst als wir da waren, habe ich erfahren, dass sie eingeladen waren zur Vorstellung eines neuen Wunderautos mit dem komischen Namen XC60. Als ich hinten in den Wagen reingucken durfte, da war allen klar, dass er viel zu kurz und viel zu hochbeinig war für mich, denn ich will auf meine "alten Tage" ja nicht noch mit dem Stabhochspringen anfangen müssen. Der Händler wußte natürlich sofort, welches Auto für mich das richtige sein sollte, es war aus dem selben Wurf hieß auch XC -aber 90. War aber mindestens genauso hoch, also was sollte ich davon haben, dass mein Liegeplatz größer wäre, wenn ich ihn gar nicht erreichen kann. Also habe ich mich vor einem neuen V70 niedergelassen und meine Meinung durch einen Liegestreik erklärt. (Bilder 1+2) Hat mein Rudel aber nicht beeindruckt, denn wir sind dann mit unserem alten Auto weitergefahren auf den Heiderhof. Eigentlich auch ein blöder Name, denn da ist gar kein Hof; vielmehr wohnen da jetzt mehrere Millionen Leute in riesigen Wohnbunkern und freuen sich, dass sie auf die Godesberger herabsehen können. Interessiert mich aber alles gar nicht! Ich liebe den Wald, vor allem mit etwas kühlendem Schnee. Genau so wie heute. Und die Millionen Leute haben wahrscheinlich ihre Gardinen aufgezogen, das Wetter gesehen und deshalb die Wohnung nicht verlassen, so dass ich mit meinem Rudel ganz in Ruhe jede einzelne Pfütze durchstöbern konnte. (Bilder 3-6). Das ist genau mein Wetter! Als am Ende, zuhause angekommen, die Heckklappe vom Auto geöffnet wurde, nannte man mich wieder einmal "Na, Du Suddelsau!" und ich musste mich im Garten zum Duschen melden. (Bilder 7+8) Meine ganze Hoffnung, der Gartenschlauch möge eingefroren sein, wurde mit einem eiskalten Strahl vernichtet, und so hieß es wieder so gut wie möglich den Bauch einziehen, um dem kalten Strahl zu entgehen und zu leiden. Jetzt hoffe ich, dass ich meinen jämmerlichen Blick noch durchhalten kann, bis ich im Flur umfalle und einschlafe.

Nun ist schon wieder Adventszeit und meine Leute wollten auf den Weihnachtsmarkt gehen, aber ich hab mich so wohlig auf meinem Platz an der Teppichkante geräkelt, dass Monika über mich herfiel, um mich niederzuknuddeln, und Gene holte die Kamera, um ein paar Bilder zu schießen (Bilder 10-13). Als wir endlich fertig waren, hatte keiner mehr Lust auf einen Weihnachtsmarkt. Gück gehabt!

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